Ausbildungslehrgang Cooperative Praxis / Collaborative Practice / Law

Veranstaltungsdaten

  • Ausbildungsinstitut Liane Frank
  • Landhaus Café, Restaurant, Hotel "lsar-Loisach" Wolfratshausen (82515 Wolfratshausen)

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Leitung:

Liane Frank

ln der Regel zum Nachweis der Fortbildung nach § 15 FAO für den Fachanwalt Familienrecht oder Erbrecht anerkannt

Termine:

Freitag, 19. Juni 2026, von 9 Uhr bis 18 Uhr
Samstag, 20. Juni 2026 von 9 Uhr bis 18 Uhr
Sonntag, 21. Juni 2026 von 9 Uhr bis 17.30 Uhr
Jeweils inkl. 2 Kaffeepausen á 15 Minuten und 1 Mittagspause 1 Stunde

Tagungsort:

Tagungsort ist das Landhaus Café, Restaurant, Hotel in 82515 Wolfratshausen, Sauerlacherstr. 10, Raum "lsar-Loisach", nur rund 5 Minuten vom S-Bahnhof Wolfratshausen entfernt.

Kosten:

Die Kosten betragen € 900,00 zzgl. MwSt.

Die Preise verstehen sich inklusive sämtlicher Seminarunterlagen und Seminarbegleitung. Hinzu kommen die Kosten für die Seminarpauschale und Seminarverpflegung von € 100,- täglich sowie die individuellen Anfahrts- und Übernachtungskosten.

Cooperative Praxis ist ein mediationsanaloges, in der Regel interdisziplinäres Verfahren der konsensualen, außergerichtlichen Konfliktlösung.
Das Verfahren mit einer überdurchschnittlich hohen Einigungsrate besticht durch die Professionalität der Fachpersonen und die entlastende emotionale Begleitung. Cooperative Praxis wird geleitet von den, die Klienten einseitig vertretenden CP-Anwälten und nicht-juristischen Fachpersonen, also in der Regel zumindest einem unterstützenden neutralen Coach und je nach Erfordernis sonstigen Fachspezialisten, wie z.B. Kinderspezialisten, Steuerberatern, Sachverständigen etc.. Verhandelt wird nach den Grundsätzen der Mediation durch Herausarbeiten der jeweiligen Interessen und Bedürfnissen, nach einem der Mediation vergleichbaren Ablaufschema.


Die Ausbildung umfasst 22 Stunden, wobei neben kurzen, theoretischen Einheiten, der Schwerpunkt auf der Umsetzung, also auf praktischen Übungen an einem tatsächlichen Fall beruht. Nur so lässt sich der Wert der Teamarbeit und der Spaß bei dieser Arbeit vermitteln. Die so konzipierte Ausbildung bietet Ihnen die Möglichkeit, aufbauend auf Ihren sonstigen fachlichen Kenntnissen, mit dem Verfahren der Cooperativen Praxis Ihr Angebots- und Leistungsspektrum sowie Ihre Beratungskompetenz zu vergrößern. Aufgrund der im Verfahren der Cooperativen Praxis erzielten positiven Ergebnisse ist dies für uns das Verfahren der Zukunft. Der Erfolgsschlüssel dieses zukunftsträchtigen und effektiven Verfahrens liegt vor allem in der Teamarbeit - dem gebündelten Wissen und der Kraft, die das Team ausstrahlt und an die Klienten weitergibt -, der direkten Kommunikation und dem Zusammenspiel von fachlichem Know-How und emotionaler Unterstützung, Dazu gehört jedoch auch, dass die CP-Anwälte ihre Klienten in Einzelsitzungen jeweils auch einzeln einseitig juristisch beraten.
Nach Erzielung einer außergerichtlichen Einigung können die CP-Anwälte ihre Klienten - anders als die Mediatoren - auch in der einvernehmlichen Scheidung anwaltlich vertreten, auch soweit der Versorgungsausgleich noch gerichtlich zu klären ist.
Das CP-Verfahren eignet sich bei allen Konflikten, insbesondere im Bereich des Familien- und Erbrechts sowie im wirtschaftlichen Bereich, im Mietrecht und auch im Bereich des Medizinrechts etc., unter anderem zur einvernehmlichen Regelung aller Trennungs- und Scheidungsfolgen, bei der Unternehmensnachfolge und Regelung von Problemen in Unternehmen oder zwischen Unternehmen oder zwischen Mietparteien u.s.w..
Immer dann, wenn die Beteiligten auch weiter miteinander zu tun haben wollen oder die Konflikte sehr emotionsbelastet sind, ist CP ein hervorragendes Verfahren, um eine Einigung so zu erzielen, dass sich die Beteiligten auch danach noch ,,in die Augen schauen“ können und der Weg für zukünftige Auseinandersetzungen positiv geebnet ist.

Daher richtet sich die Einladung zur Ausbildung insbesondere an Anwälte, Angehörige psychosozialer Berufe wie Psychologen, Therapeuten, Kinderexperten, Sozialpädagogen, Coaches sowie an Finanzexperten, z.B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Führungskräfte, Betriebsräte, Unternehmensberater, Ärzte und Gutachter sowie Sachverständige, etc.. Zur Qualitätssicherung des CP-Verfahrens und als Voraussetzung für dessen erfolgreichen Verlauf bedarf es einer qualifizierten Ausbildung der beteiligten Anwälte, Coaches und Berater.

Ziel des Verfahrens der Cooperativen Praxis ist es, eine außergerichtliche Einigung zu erarbeiten.

Als Besonderheit des CP-Verfahrens und zur Dokumentation der Ernsthaftigkeit des Einigungswillens sind die Klienten ausdrücklich einverstanden, dass die beteiligten Anwälte nicht streitig zu Gericht gehen (sogenannte Disqualifikationsklausel). Hierdurch wird die Möglichkeit eröffnet, dass die professionell Beteiligten sich untereinander im Team zum Verfahrensablauf mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung der Klienten austauschen können und nicht dem Verschwiegenheitsgebot unterliegen. Damit wird das Verfahren beschleunigt und vereinfacht und der Verfahrensablauf, angelehnt an die Bedürfnisse der Klienten, besser strukturiert. Über die notwendige Offenlegung, also Weitergabe erforderlicher Unterlagen hinaus, unterbleibt seitenlanger schriftlicher Austausch und Schlagabtausch.

Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, nach diesem Lehrgang das Verfahren der Cooperativen Praxis in unterschiedlichen Rechtsfällen und Settings durchzuführen und die erworbenen Kompetenzen im Alltag anzuwenden.

Die Stärke des Seminars liegt im Praxisbezug, die Übungen erfolgen anhand eines realen CP-Falles und das Trainerteam besteht ausschließlich aus Praktikern mit mehrjähriger großer Erfahrung mit CP-Fällen.

Inhalte der Ausbildung (gekürzt):

•Was ist Cooperative Praxis, Entstehungsgeschichte
•Abgrenzung zu anderen Verfahren, wie streitiges Verfahren, Mediation, etc.
•Besonderheiten des CP-Verfahrens, Bedeutung und Geeignetheitskriterien
•Aufbau des CP-Verfahrens und Rolle der Beteiligten
•Ablauf des Verfahrens anhand von Praxisfällen
•Rolle des Rechts, parteilicher Fürsprecher -versus- Teammitglied
•Aufgabe des Coaches, Aufgabe sonstiger Fachspezialisten
•Unterstützung der Autonomie des Klienten, Interessenklärung
•Kosten
•Praxisübungen, Übungen, Übungen …….
•Perspektiven und Chancen von CP, internationale Vernetzung
•Klärung der individuellen Umsetzung und Anwendung von CP in der Berufspraxis

Ausbildungsinstitut:

Das Institut für Cooporative Praxis und kooperative Konfliktlösung ist ein nach den Regeln der DVCP (Deutsche Vereinigung für Cooporative Praxis) geführtes Lehrinstitut, bei dem der Trainer als Ausbilder von der DVCP und IACP (International Academy of Collaborative Professionals) anerkannt ist.
Die Philosophie des Ausbildungsinstituts ist es, die Streitkultur zu erweitern und die außergerichtliche eigenverantwortliche Konfliktlösung voranzubringen. Hierzu ist es unser Ziel, die theoretischen und praktischen Fertigkeiten den Teilnehmern so zu vermitteln, dass sofort CP-Fälle in der Praxis erfolgreich akquiriert und durchgeführt werden können.

Ausbildungsleitung:

Liane Frank, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht, zertifizierte Mediatorin, zertifizierter Coach, CP-Anwalt,  Ausbildungsleitung CP, vormaliger 1. Vorstand des Münchner Netzwerks für Cooperative Praxis (MNCP), Mitglied des Ausbildungsausschusses der DVCP
Sophienstr. 3, 80333 München
Telefon: 0160/ 97573338' E-Mail: frank.liane@yahoo.com

Mindestens 1 Gastreferent (Coach) wird noch bekannt gegeben

Voraussetzung für die Ausbildung:

Abgeschlossene oder angefangene Ausbildung in Mediation, zumindest Grundlagenausbildung (nur für die Listung beim MNCP und DVCP erforderlich)
Wir legen Wert auf die Bereitschaft der Teilnehmer, selbstreflektiert und interdisziplinär zu arbeiten. Cooperative Praxis benötigt empathische Persönlichkeiten mit Verantwortungsbewusstsein.

Anmeldung:

Anmeldung bitte mailen an: frank.liane@yahoo.com